Ich mag Robin Dutt.h Er ist kompetent, ruhig und von freundlicher Sachlichkeit sowie sachlicher Freundlichkeit. Dutt ist so sympathisch dass ihm niemand die schlechte Lage bei Bayer04 gönnt, die er verantworten muss.
Fraglos hat Hans Meyer recht, wenn er uns Laien die Kompetenz abspricht, Fussballtrainer wirklich zu verstehen. Allein an der mangelnden Kompetenz liegt es nicht. Verständnis haben wir nur wenn wir verstehen. Das setzt im komplizierten Geflecht der Ursachen und Wirkungen, denen das Fussballspiel unterliegt, voraus, dass uns erklärt wird, was der Plan ist.
Das die eigene Taktik im Spiel oder auf dem Transfermarkt nicht veröffentlicht wird, ist naheliegend und auch gar nicht erforderlich, wenn es zum Beispiel um die Frage geht, warum es bei Bayer4 anders laufen soll als gestern, dem 17.12.2011 gegen Nürnberg. Wie da 0:3 verloren wurde, war entsetzlich anzusehen. Niemand ausser Ballack ist in der Lage eine Ball aus dem Mittelfeld nach vorne zu spielen. Letzte Saison waren da Kroos und Vidal. Jetzt baut Bayer04 auf einen einzigen 35jährigen, der noch dazu die Kapitänsbinde nicht tragen darf, trotz erprobter Eignung, insbesonders in Krisensituationen. Ein roteriender Kapitän Rolffes bringt nichts. Eine Mannschaft, ein Kapitän, und der ist gesetzter Stammspieler. Das ist eigentlich ganz einfach.
In der Verteidigung fehlt offensichtlich die ordnende Hand, die Ruhe und Respekt ausstrahlt. Da, wo früher ein Sami Hyppiä spielte, sind jetzt der wackere Manuel Friedrich oder der begabte Toprak, der aber noch nicht dort ist, wo er hinkann. Schürrle und Sam haben noch Luft nach oben. Der beste Torschütze Leverkusens ist der unkonstante Derdiyok mit 6 Treffern von insgesamt 22 in 17 Ligaspielen. Dafür kann ein Trainer nichts, aber Verstärkungen tun Not. Denn ginge es nach Toren, dann wäre Leverkusen gleichauf mit Mainz(14.).
Die Spieler sind sicherlich nicht schlecht. Es jedoch gelingt Dutt trotz fantastischer Auswärtsquote und Planerfüllung in der CL nicht, dass Gefühl zu vermitteln, Herr der Probleme zu sein. Er wirkt hilflos, irritiert und erschrocken, dass wenn Plan nicht aufgeht, seine Strategie nicht funktioniert. Vielleicht ist auch er, wie manche Spieler, noch nicht da angekommen, wo er hingehört. Da er müde und überfordert wirkt, wäre es vielleicht das Beste für ihn, über eine Pause nachzudenken, um ihn, die Mannschaft und die Fans zu schützen, die sich sowas wie gestern nicht zum ersten Mal in dieser Saison ansehen müssen.
Da trifft es sich doch gut, das Markus Babbel seid heute wieder auf dem Markt ist…