Am 1. Januar ist es in Kraft getreten., das ELENA-Verfahrensgesetz.
Vielleicht gibt es doch noch eine Chance gegen Elena aus dem Hause van der Leyen, ein System zur Vorratsdatenhaltung im Bereich einer Reihe von persönlicher Daten, die vom Arbeitgeber gemeldet werden müssen. Zweifel an der Sicherheit des Systems sind angebracht.
Bundesagentur für Arbeit, Wohngeldstellen, Familien-, Pflege- und Krankenkassen, Job Agenturen, Studentenwerke sind heute schon als Datennutzer vorgesehen.
An zentraler Stelle kann dann Krankenstand oder Gewerkschaftsaktivität einer Person eingesehen werden. Zudem die Arbeitszeugnisse, Abmahnungen, usw.. Besonders kritisch sind die Freitextfelder. Hier können beliebige Informationen für mindestens 2 Jahre archiviert und recherchiert werden. Es gibt keinerlei Kontrolle oder auch nur Information der Opfer dieses Minengebiets des Datenmissbauchs, und das sind etwa 40 Millionen in Deutschland arbeitende Menschen.
Natürlich wird es Löcher geben, gewollte und ungewollte. Das größte jedoch ist Anlassfreiheit, mit Elena eingeführt werden soll. Die noch von der großen Koalition beschlossene Gesetzesvorlage geht davon aus, das die bisherigen Verfahren 120 Mio Euro kosten. Die Aufwände für Elena werden auf 36,4 Mio geschätzt. Daraus ergäbe sich eine mögliche Ersparnis von 85 Mio Euro. Soso. Aber wer weiss ob das stimmt ? Mir scheinen 36,4 Mio für ein solches System eher zurückhaltend kalkuliert. Entwurf, Erstellung, Wartung, Pflege, Betrieb. Günstig eingekauft, das muss man sagen, besonders für eine hochsichere Lösung.
Und wer kann den Mißbrauchsschaden beziffern ? Die angebliche Kontrolle über die Daten ist ein Fake. Einmal freigegeben, gibt es kein zurück. Es macht daher durchaus Sinn, an den eigenen Abgeordneten zu schreiben, speziell FDP (in Bonn ist das Guido Westerwelle) und an das Wirtschaftministerium (Brüderle sagt, die Daten sind 100% sicher, da kann man einhaken). Auch Abgeordnetenwatch ist vlt OK. Ein weiterer Versuch kann nicht schaden.
[1] Monitor Beitrag (8 Minuten)
Arbeitnehmer
Ich weiss gar nicht wie lange es schon her ist, das ich mich zum ersten Mal mit Softwarepatenten befasst habe. Ich kann mich noch deutlich an Demos am Rande des Linuxtages erinnern, als dieser noch in Karlsruhe war. Da liefen Menschen in Häftlingskostümen durch die Straßen, und Softwarepatente waren fast dem Untergang der Welt gleichgesetzt. Es gab aber auch Veranstaltungen wie der “Runde Tisch zu Softwarepatenten” im Bundesjustizministerium, mit der eisernen, präsidial thronenden Brigitte (Zypries). Das war dann zumindest teilweise absurd komisch. Was aber immer gleich war: Die besseren Argumente hatten und haben wir als Gegner der Patentierung nicht-technischer Erfindungen.
400.000 Menschen haben schließlich die EU-Petition unterschrieben, und dadurch konnte verhindert werden, das die ungesetzliche Praxis des Europäischen Patentamtes nachträglich legimiert wurde. Unterbunden werden konnte sie bis heute leider nicht, was die ganze Angelegenheit zu einem Schaustück der offenen Entdemokratisierung durch EU Lobbyismus werden lässt.
Der Vorgang ist immer noch anhängig, die Petition jedoch abgelaufen (ja, Bürgerpetitionen haben ein Haltbarkeitsdatum, Gesetzesvorlagen jedoch nicht). Also müssen wir wieder ran und unterschreiben. Macht das bitte !
Jetzt ist das zweite Krisenjahr rum, zumindest kalendarisch. Und da fragt man sich zur Abwechslung mal, was man richtig gemacht hat. Warum hat es uns nicht getroffen ? Warum niemand aus dem Kreis unserer Freunde und Partner, was uns sehr freut? Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass es einige Krisenopfer tatsächlich gibt und die Finanz- und Wirtschaftskrise kein Medienprodukt ist. Im Gegenteil, fristen doch viele Publikationen ein hybrides Dasein: Jammern und Wehklagen auf den ersten 3 Seiten. Business-as-usual im Wirtschaft und Finanzteil. Mit Tipps wie man auf fallende Kurse spekuliert und damit Gewinn macht. Nichts gelernt…
Wir haben jedoch viel gelernt in diesem bald vergangenen Jahr. Wie man mit Wachstum umgeht, wie man von einer mittleren zu einer recht stattlichen IT Firma wird, von der inzwischen etwa 110 Leute leben können. Und wie man das schafft, ohne sein Herz oder seine Seele zu verkaufen. Wir sind froh, das wir es allen denen gezeigt haben, die gedacht haben, Open Source zu verbalisieren reicht, um den Wünschen der Kunden nach wirklicher Offenheit nachzukommen. Wir freuen uns auch (selbst wenn dies etwas bösartig klingen mag), das wir manchen VC getriebenen Unternehmensblasen vorgemacht haben, wie man mit OpenSource Geld verdient, ohne Open Source zu verraten.
Nachdem ich unserer tarent so auf die Schulter geschlagen habe, das es schon fast wehtut, will ich es für jetzt mal gut sein lassen mit salbungsvollen Worten, wie sie sich nun mal aufdrängen, wenn sich Kollege um Kollege in den Weihnachts- und Jahresruhestand verabschiedet. Mich persönlich (und einige mehr) zieht es nach Berlin, wo ein schöner CCC Kongress für uns hergerichtet wird. Dafür möchten wir allen, die dabei mithelfen jetzt schon mal danken. Wir sehen uns in Berlin !
Das Weisse Haus stellt auf Open Source um und erklärt auch warum. Die Motive sind
- Sicherheit
- Skalierbarkeit
- Innovation
Die Site des Weissen Hauses ist ein strategisch wichtiges Kommunikationswerkzeug. Es scheint schon fast überflüssig, dies bei einem Präsidenten wie Obama zu erwähnen. Der Einsatz moderner webbasierter Kommunikationskonzepte hatte Obama im Wahlkampf den entscheidenen Vorteil gebracht. Seitdem wurde er oft kopiert, aber nie erreicht.
Was Obamas Medienberatern und sicherlich auch ihm selber imponiert ist die Macht, die Anwendungen wie Facebook haben. Jetzt braucht er mehr von dem was er auf Facebook nicht machen kann. Der Einsatz von Open Source Technologien bei Facebook ist Vorbild für den Wandel im Weißen Haus. Um viele Millionen Anwender zu bedienen braucht man eine Kombination aus Steuerung sowie Dynamik und freiem Fluss eines sozialen Netzwerkes. Ziel ist Politmarketing und Partizipation.
Obamas Kommunikation führt in die Publikumsplattformen wie Facebook, YouTube und MySpace hinein. Seine Kampaignerhaben nicht mit der Wahl aufgehört. Auch wenn es ernüchternde Erkenntnisse zur politischen Erneuerung der USA gibt, unter dem Aspekt der Kommunikation ist es immer noch Obama der den Standard neu definiert hat. Ich bin sicher, dass er dafür historische Anerkennung erfahren wird, mehr als für den aiuch ihn selbst irritierenden Friedensnobelpreis. Denn diese Anerkennung bekommt er zu Recht. Erfreulich das Open Source die Basis dieses fortlaufenden Projekts ist, das heute schon die Teilhabe der Menschen unserer Zeit und Kultur an Politik verändert hat
siehe dazu auch im Spiegel: Das Weiße Haus stellt auf Open Source um
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