In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich in meinem Blog Artikel zum Thema Unternehmensstrategie.
Es gibt einen banalen Vorteil von Fehlern: sie sind gut wenn Andere sie machen. Es gibt aber auch weitere Vorteile, man kann aus den eignen Fehlern und denen anderer lernen. Das klingt auch banal, verschafft jedoch, wenn in der Strategie eines Unternehmens verankert, diesem große Vorteile.
Garri Kasparow hat einmal die Ursache dafür erklärt, wie er 20 Jahre auf Weltspitzenniveau Schach spielen konnte. Weil er immer davon ausging, das Fehler gemacht wurden, auch beim Gewinner. Dies war überdurchschnittlich oft Kasparow, der seine Schwächen vor dem Gegner fand.
Im Unternehmen muss zunächst einmal der Begriff: “Fehler” aus der negativen Rückkopplung zu denen, die ihn gemacht haben (oder nicht verhindern konnten) gelöst werden. Fehler sind nicht grundsätzlich vermeidbar. Man kann die Fehlerquote senken, und die schädlichen Auswirkungen begrenzen. In diesem Prozess werden Fehler auch produktiv nutzbar.
Die erste zwingende Vorrausetzung für die Nutzung von Fehlern ist sie zu erkennen. Die zweite deren zeitnahe und sachliche Analyse: Beschaffung von Daten und Meinungen, Kenntnis über Kontext und Auswirkungen. Schließlich und vor Allem muss es im sozialen Kontext des Unternehmens möglich sein über eigene Fehler und die anderer entspannt und produktiv zu diskutieren. Ziel der Erkenntnis ist nicht Wissen zu Schuldigen sondern Wissen zur kompensierenden Aktion.
Häufig wird dabei im positiven Sinne “überkompensiert”. Dann hilft ein Fehler nicht nur weitere, ggf. gravierendere Fehler zu vermeiden. Er forciert zudem Handlungsoptionen, die ohne den Kontext einer Fehlerdiskussion nicht auf die Agenda gekommen wären.
Die Fehlerdiskussion ist eingebettet in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Diesen Prozess kann man sich wie einen Dienst vorstellen, der im Projekt und Unternehmenskontext Fehler und Verbesserungspotentiale registriert, einer anlassgemäßen Bearbeitung zuführt.